Reformationsfest in Buckow bei Rathenow

Schon lange haben einige Leute aus Buckow, Steckelsdorf, Göttlin, Großwudicke u. Rathenow diesen Tag mit viel Liebe und Freude vorbereitet. Was hat dieses kleine Dorf Buckow doch für einen Schatz an Geschichte vorzuweisen. Die ehemalige Patronatsherrin, Margaretha von Treskow, hat sich gewagt als Witwe und Mutter von 6 Kindern, im Jahre 1534 die Reformation einzuführen. Was für eine mutige Frau. Sie hatte den mächtigen Bischof Bussow d. II. von Alvensleben, der in Havelberg residierte, gegen sich. Trotzdem setzte sie den jungen Pfarrer Michael Topp aus Schmetzdorf in Buckow ein, der die evangelische Lehre gut predigte. Vorher hat sie sich in Wittenberg Rat und Tat bei Martin Luther geholt.
Um 14.00 Uhr begann das Fest mit einem Festgottesdienst. Natürlich stand dieser im Zeichen der Reformation. Danach gab es ein herrliches Kuchenbuffet im Festzelt. Viele haben wunderbaren Kuchen spendiert. Es wurde ordentlich geschmaust und keiner achtete auf die „Linie“. Die Kinder erfreuten sich am Basteln und Kutsche fahren.
Nachdem sich alle gelabt hatten, wurde dann zu einem Theaterstück über Margaretha von Treskow und die Reformation eingeladen. Der Mönch Tetzel lockte vor der Kirche mit dem Verkauf seiner Ablassbriefe alle Zuschauer u. Akteure an. Doch dann ging es in die Kirche, um der Geschichte richtig lauschen zu können. Zwischen den einzelnen Handlungen gab es wunderbare mittelalterliche Tänze, gespielt auf zwei Geigen und einer kleinen Orgel. Alle Mitwirkenden haben sich lange und engagiert auf diesen Tag vorbereitet. Auch an ihren wunderschönen Kostümen war das zu sehen.
Die Buckower haben noch bis Mitternacht in ihrem Festzelt gesessen und den Tag bei einem Umtrunk ausklingen lassen. Auch das ist reformatorisch.
Vielen Dank euch Buckowern, ihr seid tolle Leute.

Irmhild Blackstein (Text)
Volker Kude (Fotos)